Projekt Philosophicum 2 

Projekt Philosophicum 2 
Sozial, kommunal und selbstverwaltet. Wohnen auf dem Campus Bockenheim
Wir wollen eine sozialverträgliche, gemeinwohlorientierte, demokratische und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung. Dazu  ergreifen wir die Chance, auf dem Campus Bockenheim ein Wohnprojekt in Selbstverwaltung zu realisieren und hier ein Modell dafür zu entwickeln, wie wir uns die demokratische Verwaltung eines Mietwohnungsbaus vorstellen. Bauherrin des Projekts ist die  ABG Holding, das Miethaus ist in kommunaler Hand.
 
Entstehung und Hintergrund
Unsere ersten Schritte in diese Richtung machten wir vor ziemlich genau zehn Jahren mit dem Projekt Philosophicum. Es entstand zwischen 2010 und 2012 in Kooperation des Stadtteilbüros Bockenheim mit der Genossenschaft Wohngeno. Ausgangspunkt war, dass die Aufgabe des Uni-Standorts Campus Bockenheim bevorstand. Schon damals  nahm die Verdrängung von Menschen mit mittleren und unteren Einkommen in Bockenheim an Fahrt auf. Weitere Teile unseres Konzepts waren – und sind bis heute – der Erhalt der  Vielseitigkeit der Bauten in Bockenheim und der Schutz der denkmalgeschützten Gebäude auf dem damaligen Campusgelände. Das Studierendenhaus konnten wir gemeinsam mit anderen Initiativen vor dem geplanten Abriss bewahrt. Es hat sich inzwischen als selbstverwaltetes „Offenes Haus der Kulturen“ mit seinem Konzept der Vielfalt und Offenheit einen Platz in der kulturellen Szene der Stadt erobert. Das Haus ist heute einer der bunten, lebendigen Orte, die verhindern, dass der ehemalige Campus Bockenheim vollständig zu einem gesichtslosen, kommerzialisierten Ort wird. 
Unser ursprüngliches Ziel, das Gebäude Philosophicum (Architekt: Ferdinand Kramer, Baujahr: 1962) zu erhalten und  zu einem inklusiven Wohn- und Stadtteilprojekt zu machen, scheiterte an der Privatisierung des Grundstücks und des Gebäudes. Die Gruppe Philosophicum hat sich daraufhin Anfang 2014 am Vergabeverfahren der ABG Holding für Projekte des Gemeinschaftlichen Wohnens auf dem ehemaligen Campusgelände beteiligt. Der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und ABG sieht vor, dass jeweils 15 Prozent des Anteils an bewohntem Raum auf dem Gelände sozialem Wohnungsbau, gefördertem Wohnraum (Frankfurter Programm) und gemeinschaftlichem Wohnen vorbehalten sein soll. Die Projektgruppe Philosophicum ist eine der Gruppen, die ausgewählt worden sind, für ein Projekt gemeinschaftlichen Wohnens auf dem Campus zu erhalten. Angebot der ABG war hier, das gemeinschaftliche Wohnen in der Form des Mietens, des eigenen Bauens und des genossenschaftlichen Bauens zu realisieren. 
Wir haben uns entschieden, als Mieter in Selbstverwaltung mit der ABG unsere Pläne zu realisieren. Das scheint uns der sicherste Weg zu sein, sozialen Wohnungsbau und geförderten Wohnraum tatsächlich zu garantieren. Ansteigende Bodenrichtwerte in den letzten Jahren führen auch in der Region des ehemaligen Campus zu immer weiter steigenden Wohnungs- und Mietpreisen.
Wir wollen  mit einem selbstverwalteten Miet-Wohnprojekt auf dem ehemaligen Campusgelände überwiegend geförderten Wohnraum in Form von Sozialwohnungen nach dem 1. Förderweg und nach dem „Frankfurter Programm“ endlich realisieren.
Ziele des Projekts
Unser Konzept geht davon aus, Wohnraum für 150 Menschen verschiedener Einkommen, Herkunft, Familienformen und Altersgruppen zu realisieren und dabei auch unterschiedliche Wohnformen zu ermöglichen. Im Erdgeschoss planen wir öffentliche Räume, in denen Kommunikation und Austausch der Bewohner untereinander und mit der Nachbarschaft ermöglicht sowie Nahversorgungsangebote bereitgestellt werden. 
Umgebung und Kooperationspartner
Wir streben eine aktive Vernetzung mit allen Bewohnern und Akteuren auf dem ehemaligen Campus Bockenheim an: mit den unmittelbaren Nachbarn – dem Offenen Haus der Kulturen, den Gruppen des gemeinschaftlichen Wohnens, dem Projekt AdA dem ehemaligen Gebäude der Akademie der Arbeit des DGB, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (hfmdk) – und mit anderen Frankfurter Kulturinstitutionen. 
In diesem Umfeld kann  eine lebendige, sozial vielfältige Bewohnerschaft urbane Alternativen entwickeln zu Themen, die durch den sichtbaren Klimawandel noch drängender nach Realisierung verlangen, wie Autofreiheit, Klimanachhaltigkeit, Umgang mit Ressourcen (Up- und Recyclingstrategien). 
Wie wollen wir wohnen? Sozial, kommunal und selbstverwaltet
Wohnen muss  bezahlbar sein. Wir wollen mehrheitlich geförderte Wohnungen, gerade auch  im 1. Förderweg, also klassische Sozialwohnungen. Bei den derzeit geltenden Einkommensgrenzen für Wohnungen, die nach dem  1. und im 2. Förderweg gefördert werden, halten wir eine soziale Mischung für sehr gut erreichbar. Auch eine (kleine!) Anzahl frei finanzierter Wohnungen ist zu prüfen. Die Struktur innerhalb unseres Konzepts geht davon aus, dass der individuelle Wohnbereich der Einzelnen oder der unterschiedlichen Familiengrößen den nötigen Komfort und die Unabhängigkeit bietet, sich allein oder in der Familie  selbst zu versorgen. Attraktive gemeinsame Bereiche für gemeinsames Kochen, Arbeiten, für Kommunikation und Freizeitgestaltung sollen darüber hinaus eine Großzügigkeit ermöglichen, die in der klassischen Form der Einzelwohnung längst nicht mehr räumlich darstellbar ist. 
Inklusion war und ist ein wichtiger Teil unseres Wohnkonzepts. Barrierefreiheit in allen Bereichen gehört ebenso dazu wie die Offenheit der gemeinschaftlichen Räume zur Kommunikation und gleichzeitig die Möglichkeit, so viel Privatheit zu leben wie individuell gewünscht. 
Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen sollen berücksichtigt werden, um auch im Alltag kleine, machbare Lösungen zu finden. Was kann beispielsweise die Gemeinschaft und Nachbarschaft leisten, um älteren Bewohnern das Leben in Gemeinschaft bis ins hohe Alter zu ermöglichen? Was ist für die Jugendlichen wichtig? Was für Familien? Und die Singles?  Wo liegen unsere Gemeinsamkeiten? Wie unterstützen wir uns gegenseitig?
Nachbarschaft und Nahversorgung:
Unabhängig und ergänzend zum erweiterten Wohnumfeld der einzelnen Mieter/Familien erschließt sich im Erdgeschoss ein öffentlicher Raum, der von den Bewohnern des Hauses wie auch von den  direkten Nachbarn und interessierten Bockenheimern und Frankfurtern gemeinsam genutzt werden kann: Wäscherei mit Service, z. B. Wäscheservice und Änderungs-Schneiderei, ergänzt durch ein Café mit guter Aufenthaltsqualität als Ort der Kommunikation mit Kiosk mit Spätkauf. Das ebenfalls im Haus einzurichtende Quartiersbüro soll ein  niedrigschwelliges Beratungs- und Unterstützungsangebot für alle Bürger sein (zu Themen wie Mieten, Stadtteilgestaltung, Verkehr, öffentlicher Raum …) und die Vernetzung zwischen den Bewohnern des Gebäudes und den Nachbarn unterstützen. Hier soll auch die Gestaltung von Treffen und Feiern möglich sein, die im familiären wie im nachbarschaftlichen Rahmen stattfinden und ebenfalls die vorhandenen Ressourcen von Begegnungsraum und Küche nutzen können.
Mit Angeboten wie Küche und Versammlungsraum und auch der Wäscherei werden bewährte Traditionen der Arbeiter-Siedlungen aus den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts neu entdeckt, weiterentwickelt und verfügbar gemacht. Damals wie heute gilt es, trotz einer Reduktion des individuellen Wohnraums den Komfort von Wohnen und Leben für Mieter und Anwohner durch qualitativ gute gemeinschaftliche und gesellschaftliche Angebote zu entwickeln und, darüber hinaus, der zunehmenden Vereinzelung und Vereinsamung im städtischen Raum Kommunikationsangebote und Angebote für eine gute Nachbarschaft entgegenzusetzen. 
Für Jugendliche, die bisher im Umfeld keine nicht kommerziellen Aufenthalts- und Kommunikationsmöglichkeiten  haben, soll im Haus ein eigenes Angebot, gern auch gemeinsam mit anderen Trägern, entwickelt werden. 
Öffentlicher Raum, Grünanlagen, Verkehr
Wir wollen den öffentlichen Raum des ehemaligen Campus mitgestalten und als offenen Ort für Alle entwickeln. Sowohl die kulturellen Institutionen, besonders die hfdmk und das  Offene Haus der Kulturen, als auch die Bewohner und Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens sollen die Möglichkeit haben, zum Entwurf und der Realisation eines Konzepts für den ehemaligen Campus und seine Umgebung (Verkehr) beizutragen.
Es ist weiterhin ein zentrales Ziel, dass der offene Campus hin zur Bockenheimer Warte, dem Depot, der Bibliothek und weiteren noch entstehenden Bauten für die hfmdK lebendig und ungestört durch Autoverkehr mit dem zentralen Campusbereich zusammenwachsen kann. Hier kann und soll ein Modell entstehen, das Menschen, Kultur und Nachhaltigkeit mit sozialem Anspruch zusammenbringt und uns urban, sozial und vielfältig  zusammenleben lässt.
Sozial, kommunal und selbstverwaltet 
Bauherrin ist die städtische AGB Holding, ein 100iges Unternehmen der Stadt Frankfurt. Das gibt die Möglichkeit, eine weitgehende Teilhabe und Demokratisierung des Verhältnisses von Mietern und Vermietern zu vereinbaren. Diese Möglichkeit wollen wir nutzen und ein Demokratiemodell mit dem kommunalen Eigentümer entwickeln und vereinbaren, das beispielsweise die Punkte Planung des Baus, Wohnen (Belegung, Ein- und Auszüge) Umfeldkonzept und Gewerbe umfasst. 
Wer hier mitdiskutieren, -planen und -brainstormen will, ist willkommen. 


Schreibt uns: Kontakt@zukunft-bockenheim.de
Kontaktpersonen: Anette Mönich 
Initiative Zukunft Bockenheim
Stadtteilbüro Bockenheim
Leipziger Straße 91
60487 Frankfurt

Zukunft-bockenheim.de
Kontakt@ Zukunft-bockenheim.de
Telefon 069_71 91 49 44

 

 


Gruppe Philosophicum 2 / Januar 2020

Projekt Philosophicum 2 
Sozial, kommunal und selbstverwaltet. Wohnen auf dem Campus Bockenheim
Wir wollen eine sozialverträgliche, gemeinwohlorientierte, demokratische und ökologisch nachhaltige Stadtentwicklung. Dazu  ergreifen wir die Chance, auf dem Campus Bockenheim ein Wohnprojekt in Selbstverwaltung zu realisieren und hier ein Modell dafür zu entwickeln, wie wir uns die demokratische Verwaltung eines Mietwohnungsbaus vorstellen. Bauherrin des Projekts ist die  ABG Holding, das Miethaus ist in kommunaler Hand.
 
Entstehung und Hintergrund
Unsere ersten Schritte in diese Richtung machten wir vor ziemlich genau zehn Jahren mit dem Projekt Philosophicum. Es entstand zwischen 2010 und 2012 in Kooperation des Stadtteilbüros Bockenheim mit der Genossenschaft Wohngeno. Ausgangspunkt war, dass die Aufgabe des Uni-Standorts Campus Bockenheim bevorstand. Schon damals  nahm die Verdrängung von Menschen mit mittleren und unteren Einkommen in Bockenheim an Fahrt auf. Weitere Teile unseres Konzepts waren – und sind bis heute – der Erhalt der  Vielseitigkeit der Bauten in Bockenheim und der Schutz der denkmalgeschützten Gebäude auf dem damaligen Campusgelände. Das Studierendenhaus konnten wir gemeinsam mit anderen Initiativen vor dem geplanten Abriss bewahrt. Es hat sich inzwischen als selbstverwaltetes „Offenes Haus der Kulturen“ mit seinem Konzept der Vielfalt und Offenheit einen Platz in der kulturellen Szene der Stadt erobert. Das Haus ist heute einer der bunten, lebendigen Orte, die verhindern, dass der ehemalige Campus Bockenheim vollständig zu einem gesichtslosen, kommerzialisierten Ort wird. 
Unser ursprüngliches Ziel, das Gebäude Philosophicum (Architekt: Ferdinand Kramer, Baujahr: 1962) zu erhalten und  zu einem inklusiven Wohn- und Stadtteilprojekt zu machen, scheiterte an der Privatisierung des Grundstücks und des Gebäudes. Die Gruppe Philosophicum hat sich daraufhin Anfang 2014 am Vergabeverfahren der ABG Holding für Projekte des Gemeinschaftlichen Wohnens auf dem ehemaligen Campusgelände beteiligt. Der städtebauliche Vertrag zwischen Stadt und ABG sieht vor, dass jeweils 15 Prozent des Anteils an bewohntem Raum auf dem Gelände sozialem Wohnungsbau, gefördertem Wohnraum (Frankfurter Programm) und gemeinschaftlichem Wohnen vorbehalten sein soll. Die Projektgruppe Philosophicum ist eine der Gruppen, die ausgewählt worden sind, für ein Projekt gemeinschaftlichen Wohnens auf dem Campus zu erhalten. Angebot der ABG war hier, das gemeinschaftliche Wohnen in der Form des Mietens, des eigenen Bauens und des genossenschaftlichen Bauens zu realisieren. 
Wir haben uns entschieden, als Mieter in Selbstverwaltung mit der ABG unsere Pläne zu realisieren. Das scheint uns der sicherste Weg zu sein, sozialen Wohnungsbau und geförderten Wohnraum tatsächlich zu garantieren. Ansteigende Bodenrichtwerte in den letzten Jahren führen auch in der Region des ehemaligen Campus zu immer weiter steigenden Wohnungs- und Mietpreisen.
Wir wollen  mit einem selbstverwalteten Miet-Wohnprojekt auf dem ehemaligen Campusgelände überwiegend geförderten Wohnraum in Form von Sozialwohnungen nach dem 1. Förderweg und nach dem „Frankfurter Programm“ endlich realisieren.


Ziele des Projekts
Unser Konzept geht davon aus, Wohnraum für 150 Menschen verschiedener Einkommen, Herkunft, Familienformen und Altersgruppen zu realisieren und dabei auch unterschiedliche Wohnformen zu ermöglichen. Im Erdgeschoss planen wir öffentliche Räume, in denen Kommunikation und Austausch der Bewohner untereinander und mit der Nachbarschaft ermöglicht sowie Nahversorgungsangebote bereitgestellt werden. 
Umgebung und Kooperationspartner
Wir streben eine aktive Vernetzung mit allen Bewohnern und Akteuren auf dem ehemaligen Campus Bockenheim an: mit den unmittelbaren Nachbarn – dem Offenen Haus der Kulturen, den Gruppen des gemeinschaftlichen Wohnens, dem Projekt AdA dem ehemaligen Gebäude der Akademie der Arbeit des DGB, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst (hfmdk) – und mit anderen Frankfurter Kulturinstitutionen. 
In diesem Umfeld kann  eine lebendige, sozial vielfältige Bewohnerschaft urbane Alternativen entwickeln zu Themen, die durch den sichtbaren Klimawandel noch drängender nach Realisierung verlangen, wie Autofreiheit, Klimanachhaltigkeit, Umgang mit Ressourcen (Up- und Recyclingstrategien). 
Wie wollen wir wohnen? Sozial, kommunal und selbstverwaltet
Wohnen muss  bezahlbar sein. Wir wollen mehrheitlich geförderte Wohnungen, gerade auch  im 1. Förderweg, also klassische Sozialwohnungen. Bei den derzeit geltenden Einkommensgrenzen für Wohnungen, die nach dem  1. und im 2. Förderweg gefördert werden, halten wir eine soziale Mischung für sehr gut erreichbar. Auch eine (kleine!) Anzahl frei finanzierter Wohnungen ist zu prüfen. Die Struktur innerhalb unseres Konzepts geht davon aus, dass der individuelle Wohnbereich der Einzelnen oder der unterschiedlichen Familiengrößen den nötigen Komfort und die Unabhängigkeit bietet, sich allein oder in der Familie  selbst zu versorgen. Attraktive gemeinsame Bereiche für gemeinsames Kochen, Arbeiten, für Kommunikation und Freizeitgestaltung sollen darüber hinaus eine Großzügigkeit ermöglichen, die in der klassischen Form der Einzelwohnung längst nicht mehr räumlich darstellbar ist. 
Inklusion war und ist ein wichtiger Teil unseres Wohnkonzepts. Barrierefreiheit in allen Bereichen gehört ebenso dazu wie die Offenheit der gemeinschaftlichen Räume zur Kommunikation und gleichzeitig die Möglichkeit, so viel Privatheit zu leben wie individuell gewünscht. 
Die Bedürfnisse der unterschiedlichen Generationen sollen berücksichtigt werden, um auch im Alltag kleine, machbare Lösungen zu finden. Was kann beispielsweise die Gemeinschaft und Nachbarschaft leisten, um älteren Bewohnern das Leben in Gemeinschaft bis ins hohe Alter zu ermöglichen? Was ist für die Jugendlichen wichtig? Was für Familien? Und die Singles?  Wo liegen unsere Gemeinsamkeiten? Wie unterstützen wir uns gegenseitig?
Nachbarschaft und Nahversorgung:
Unabhängig und ergänzend zum erweiterten Wohnumfeld der einzelnen Mieter/Familien erschließt sich im Erdgeschoss ein öffentlicher Raum, der von den Bewohnern des Hauses wie auch von den  direkten Nachbarn und interessierten Bockenheimern und Frankfurtern gemeinsam genutzt werden kann: Wäscherei mit Service, z. B. Wäscheservice und Änderungs-Schneiderei, ergänzt durch ein Café mit guter Aufenthaltsqualität als Ort der Kommunikation mit Kiosk mit Spätkauf. Das ebenfalls im Haus einzurichtende Quartiersbüro soll ein  niedrigschwelliges Beratungs- und Unterstützungsangebot für alle Bürger sein (zu Themen wie Mieten, Stadtteilgestaltung, Verkehr, öffentlicher Raum …) und die Vernetzung zwischen den Bewohnern des Gebäudes und den Nachbarn unterstützen. Hier soll auch die Gestaltung von Treffen und Feiern möglich sein, die im familiären wie im nachbarschaftlichen Rahmen stattfinden und ebenfalls die vorhandenen Ressourcen von Begegnungsraum und Küche nutzen können.
Mit Angeboten wie Küche und Versammlungsraum und auch der Wäscherei werden bewährte Traditionen der Arbeiter-Siedlungen aus den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts neu entdeckt, weiterentwickelt und verfügbar gemacht. Damals wie heute gilt es, trotz einer Reduktion des individuellen Wohnraums den Komfort von Wohnen und Leben für Mieter und Anwohner durch qualitativ gute gemeinschaftliche und gesellschaftliche Angebote zu entwickeln und, darüber hinaus, der zunehmenden Vereinzelung und Vereinsamung im städtischen Raum Kommunikationsangebote und Angebote für eine gute Nachbarschaft entgegenzusetzen. 
Für Jugendliche, die bisher im Umfeld keine nicht kommerziellen Aufenthalts- und Kommunikationsmöglichkeiten  haben, soll im Haus ein eigenes Angebot, gern auch gemeinsam mit anderen Trägern, entwickelt werden. 
Öffentlicher Raum, Grünanlagen, Verkehr
Wir wollen den öffentlichen Raum des ehemaligen Campus mitgestalten und als offenen Ort für Alle entwickeln. Sowohl die kulturellen Institutionen, besonders die hfdmk und das  Offene Haus der Kulturen, als auch die Bewohner und Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens sollen die Möglichkeit haben, zum Entwurf und der Realisation eines Konzepts für den ehemaligen Campus und seine Umgebung (Verkehr) beizutragen.
Es ist weiterhin ein zentrales Ziel, dass der offene Campus hin zur Bockenheimer Warte, dem Depot, der Bibliothek und weiteren noch entstehenden Bauten für die hfmdK lebendig und ungestört durch Autoverkehr mit dem zentralen Campusbereich zusammenwachsen kann. Hier kann und soll ein Modell entstehen, das Menschen, Kultur und Nachhaltigkeit mit sozialem Anspruch zusammenbringt und uns urban, sozial und vielfältig  zusammenleben lässt.
Sozial, kommunal und selbstverwaltet 
Bauherrin ist die städtische AGB Holding, ein 100iges Unternehmen der Stadt Frankfurt. Das gibt die Möglichkeit, eine weitgehende Teilhabe und Demokratisierung des Verhältnisses von Mietern und Vermietern zu vereinbaren. Diese Möglichkeit wollen wir nutzen und ein Demokratiemodell mit dem kommunalen Eigentümer entwickeln und vereinbaren, das beispielsweise die Punkte Planung des Baus, Wohnen (Belegung, Ein- und Auszüge) Umfeldkonzept und Gewerbe umfasst. 
Wer hier mitdiskutieren, -planen und -brainstormen will, ist willkommen. 

 

 


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Kontaktpersonen: Anette Mönich 
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Gruppe Philosophicum 2 / Januar 2020