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Das Wasserhäuschen am Kurfüstenplatz

und Schließung Öffentlicher Toiletten in Bockenheim  am Kurfürstenplatz und Franz Rücker Allee

2010

Auf dem Kurfüstenplatz und auf der Franz Rücker Allee sind die bisher von der Stadt Frankfurt betriebenen öffentlichen Toiletten geschlossen worden. Die Schließungen der beiden durch die öffentliche Hand betriebenen Toiletten erfolgte ohne Ankündigung gegenüber den Pächtern oder der Öffentlichkeit im Frühsommer. 

Falls es sich um Probeschließungen handelt, kann keinesfalls von einem Erfolg gesprochen werden:
In beiden Fällen gibt es anhaltende Proteste von Anwohnern und Besuchern der Anlage. 

Kurfürstenplatz

Dieser Platz wird intensiv genutzt: Mütter und Kinder, Ältere Menschen die die Tische nutzen den Platz, um zu spielen, Menschen die vom Westbahnhof kommen, überqueren die Anlage. Auch am Westbahnhof gibt es keine öffentliche Toilette.
Die Verschmutzung der Parkanlage hat nach der Schließung der öffentliche Toilette deutlich zugenommen. Angebote der Kioskpächter die Reinigung der Toiletten für ein geringes Entgelt zu übernehmen und die Anlage morgens auf - und abends abzuschließen wurden vom Liegenschaftsamt abgelehnt. 
An dem Platz wurden bereits über 500  Unterschriften gegen die Schließung der Toilette und gegen den Abriss des "Wasserhäuschens" gesammelt. 

Der Text der Unterschriftenliste lautet:

Kurfürstenplatz mit Kiosk und einer Toilettenanlage

In diesem Jahr wurde die Toilettenanlage auf dem Kurfürstenplatz geschlossen. Ihr Abtransport ist geplant. Der Zustand des Platzes und zahlreiche Proteste zeigen: Diese Anlage wird gebraucht. 
Gleichzeitig wird der Abriss des Kiosks, das seit Jahrzehnten zum Bild des Kurfürstenplatzes gehört vorbereitet. Wir protestieren gegen die Schließung den geplanten Abriss. Wir forden den Magistrat auf, beides zu erhalten und damit einen positiven Beitrag zum lebendigen Öffentlichen Raum in Bockenheim zu leisten. Wir fordern ebenso Bürgerbeteiligung bei der zukünftigen Gestaltung des Kurfürstenplatzes.
 

 

Ganz entschieden wurde auch von Anwohnern die Behauptung abgelehnt, die Toilette werde nicht genutzt oder habe sich "überholt". Die geplante Sanierung des Kurfürstenplatzes, der als Parkanlage unter Denkmalschutz steht, ist noch nicht terminiert und Mittel sind hierfür auch noch nicht eingestellt. Falls der Platz neu gestaltet werden soll, sollte zudem unbedingt eine Einbeziehung der Bürger in die Platzgestaltung erfolgen, und zwar in der Planungsphase.

Laut einem Bericht der Hessenschau wollen die damit befassten Ämter, die Entscheidung Abriss des Wassernshäuschens jetzt noch einmal überdenken. 

Franz Rücker Allee

Die Toilettenanlage an der Franz Rücker Allee ist baulicher Bestandteil der sehr schönen Trinkhalle. An dem Platz selber wird saisonal sehr viel Boule gespielt, in der ehemaligen Wasseranlage ist eine Skater-Anlage, die intensiv genutzt wird. 
Der Platz und die Toilettenanlage wird häufig frequentiert von Studenten und von Baufirmen, die am Platz parken.
Auch hier hat der Pächter Kooperation angeboten, und wir befürworten eine sinnvolle Einigung zwischen der Stadt, der Brauerei (Radeberger) und dem Pächter herzustellen. (Vertragstoilette) 

HIntergrund

Diese Maßnahmen, die sich auf die Schließung der Öffentlichen Toiletten beziehen, scheinen in Zusammenhang mit dem städtischen Projekt "Zukunftskonzept Öffentliche Toiletten" zu stehen, das bisher in der Presse als Erweiterung des Öffentlichen Angebots an Toiletten präsentiert wurde. Dies bezieht sich auf Orte in der Innenstadt (Main) und (überfällig!) auf Orte wie den Grünebürgpark.  Das Programm liegt öffentlich noch nicht vor und ist noch nicht Beschlußlage. Diese Maßnahmen wurden  auch nicht im zuständigen Ortsbeirat 2 bekannt gemacht und beraten. 

Wir können hier auch keine öffentlichen Belange erkennen, die es rechtfertigen, diese Maßnahmen in dieser Eile durchzuführen, und womöglich wie am Kurfürstenplatz durch Abriss des Wasserhäuschens Fakten zu schaffen, die nicht umkehrbar sind. 
Wir sehen hier das Gebot der Bürgeranhörung und Bürgerbeteiligung in keinster Weise gewahrt.

 

2011

Nach über 500 Unterschriften, Protesten des Ortsbeirats und des Stadtplanungsausschusses würde der Abriss erst einmal aufgegeben, jeodch wurde die Toilette abtransportiert.

Nachdem der Pächter ein eigenes DIXI Klo aufgestellt hatte, zwang in die Behörde (Liegenschaftsamt) diese wieder abtransportieren zu lassen. 

 

Fortsetzung folgt ...

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