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Nichts ist gut am Verkauf des Philosophicums an einen privaten Investor!

Das Philosophicum auf dem Campus Bockenheim, das von der großen Projektgruppe Philosophicum in bezahlbaren Wohnraum um genutzt werden sollte, ist verkauft an einen Privaten Investor und daran gibt es nichts Gutes. Auch wenn die Stadt und die ABG Holding hier Studentenwohnungen in Aussicht stellen: Das ist ein Fake. Es handelt sich um Kleinstwohnungen, die hochpreisig vermietet werden. (Vorreiter: Headquarter Adalberstraße, zwei Bauten am Westbahnhof)

Eine große Chance, hier bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und einen selbstverwalteten Bereich zu schaffen, um wenigstens ein Projekt auf dem Campus außerhalb von Profitorientierung und Sterilität zu ermöglichen, wurde nicht genutzt. Auch nur einen Schritt von lebendiger Stadtkultur wenigstens zuzulassen war nicht gewollt. Von dem „Kulturcampus“ Thema ganz zu schweigen.
Die Stadtpolitik führt dazu, die Innenstadtbereiche zu unbezahlbaren Arealen zu machen. Denn Bestrebungen der Immobilienbranche wird hier nichts entgegengesetzt. Öffentlicher Grund und Boden wird nicht genutzt um die Wohnungsnot für Menschen in der unteren Hälfte des Einkommens zu ermöglichen. Sozialer Wohnungsbau findet nicht statt.

Stellungnahme und Material zum Thema:
Erklärung der Projektgruppe zum Verkauf | Chronologie der Ereignisse seit 2013 "Alle Zeit der Welt"

Das Phiosophicum Projekt sollte ein soziales Projekt werden, das im Stadtteil bezahlbaren Wohnraum schaffen und nachbarschaftliches Engagement fördern sollte. Daraus wird nichts. Die Stadtpolitik hat dieses Projekt nicht gewollt.

Frankfurt braucht eine neue Initiative für Wohnraum für alle. Frankfurt ist eine Stadt im Wachstum. Die Bevölkerungszahl ist gestiegen und die Prognosen gehen davon aus, dass die Wohnbevölkerung im nächsten Jahrzehnt weiter zunehmen wird. Mit dem Druck auf den Wohnungsmarkt steigt die Gefahr der Segregation, der Entmischung der Bevölkerungsstrukturen in den einzelnen Stadtteilen und Wohnquartieren. Die für Frankfurt so wichtige internationale Mischung im Gleichgewicht ist gefährdet und in einigen Stadtteilen hat die "Gentrifizierung" bereits deutliche Spuren hinterlassen, die Verdrängung der angestammten Einwohner schon stattgefunden. Ein öffentliches Eingreifen ist notwendig, um diese bedrohliche Entwicklung zu verhindern oder zumindest einzudämmen. Das Recht auf Wohnen in der Stadt gehört allen Bürgern.

Wir haben uns daher die Frage gestellt: 

Was kann die Umnutzung des Campus in dieser Frage beitragen? Welche Bestandsbauten eignen sich zum Wohnen? 

Dabei sind wir auf das Philosophicum gestoßen, das nunmehr seit 10 Jahren leer steht. Das Gebäude hat darunter augenscheinlich äußerlich sehr gelitten. Jedoch auch erfahrende und bekannte Architekten sind der Meinung, dass die Subtanz des Gebäudes in Ordnung ist und eine Konversion in Wohnraum möglich ist.

Der Architekt Kramer selber sagte zu dieser Frage bei der Einweihung:

„Der Architekt muss Räume vergrößern und verkleinern können, eventuell auch Stockwerke zu einer Einheit zusammenfassen, er muss mit einem Wort ‚montieren'. Dieses Gebäude ist im Wesentlichen ein Montagebau.“
Ferdinand Kramer zur Übergabe des Gebäudes 1960.
Das Philosophicum, das 1960 bereits als flexibles Gebäude geplant und realisiert wurde, bietet heute hervorragende Voraussetzungen für eine Konversion in Wohnräume und Kleingewerberäume. 
Das neungeschossige Gebäude mit knapp 7000 qm steht auf dem Campus Bockenheim zwischen dem Studierendenhaus und dem Studentenwohnheim an der Bockenheimer Landstraße.Dieser Campus Teil grenzt an das Jügelhaus (dem bisherigen Hauptgebäude der Goethe-Universität) In diesem Bereich des Campus sollen nach der bisherigen Planung im Rahmen des Kulturcampus Gebäude entstehen, die kulturellen Nutzungen dienen sollen. In diesem Karee stehen Bauten von 1905, Bauten der Nachkriegszeit und des jetzigen Jahrhunderts und sind damit Epochengeschichte.

 

 

 

Materialien zum Philosophicum.
16-seitige Broschüre mit Bildern aus der Entstehung des Gebäudes. Rede Kramers bei der Übergabe des Gebäudes 1960. 

Die Charta Philosophicum

Beitrag 2. Planungswerkstatt. Identität und Campus

Beitrag 3. Planungswerkstatt: Genossenschaftliches Wohnen im Philosophicum. Wie?

Mündliche Stellung auf der Abschlussveranstaltung am 20.4.