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Erster Bauabschnitt Campus Bockenheim. Städtischer Wohnungsbau. Wohnen für Alle? Und wo geht es hier zu den bezahlbaren Wohnungen?

Das Bauwerk am Depot ist weitgehend fertiggestellt. Die 79 Eigentumswohnungen sind verkauft (Joint Venture ABG und GWH). Der Bezug hat noch nicht stattgefunden. Wer kann in diesem Gebäude wohnen? 

Diesem Projekt sind vollmundige Erklärungen der Politik vorausgegangen: "Wohnen für Alle, Sozialhilfeempfänger und Generaldirektor unter einem Dach", waren die freiheitlichen Losungen. Bauherr des Projektes am Depot ist die ABG Holding, die auch die Eigentümerin des Campusgeländes ist. Der Bebauungsplan wurde im beschleunigten Verfahren durchgeführt, das heißt die normalerweise nach Baurecht gegebene Möglichkeit des Einspruchs gegenüber der Planung ist hier formell nicht möglich. Die ABG Holding hatte zur Bebauung einen Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem eine Jury die Sieger auslobte. Städteplanerisch orientiert sich die Bebauung an den früheren Industriegebäuden an der Gräfstraße. Das ehemalige Industrieareal ist ein Beispiel dafür, wie man Konversion von Gebäuden bis zu deren kompletten Unkenntlichkeit (der Geschichte) und gleichzeitig ein hohes Maß an Sterilität erreichen kann. Wie die Planung für den ersten Bauabschnitt hier mithalten kann, kann an den Plänen - soweit öffentlich- studiert werden.

Ausgewiesen an Nutzungen sind jetzt:

In der Planungsphase war von 220 Wohnungen die Rede. Jetzt  werden also insgesamt 198 Wohnungen entstehen. Davon 40 Prozent Eigentumswohnungen.

Die bisherigen Beschlussfassungen der Stadt Frankfurt zur Campus Bebauung gingen davon aus, dass 1/3 des entstehenden Wohnraums sozial geförderte Wohnungen vorbehalten sein soll. Die Frage wieviel sozial geförderter Wohnraum hier entstehen soll, ist auch im Frühjahr 2015 nicht beantwortet.

 

 Die ABG hat bisher verlautbart, dass Sie davon ausgeht, dass die frei finanzierten Wohnungen eine Kostenmiete von 12,50 Euro erreichen werden. Mindestens. Das heißt, dass die Bevölkerungsstruktur Bockenheims sich auf dem Campus nicht wiederfinden wird, wenn nicht mindestens 30 Prozent Wohnraum gefördert wird und bei diesem geförderten Wohnraum, natürlich auch sowohl der 1. Förderweg (unter 1100 Euro Einkommen monatlich etwa) sowie das sogenannten Mittelstandsförderprogramm Frankfurts für Senioren und Familien.

Leider  haben wir hierzu nur ausgrenzendens für Menschen mit niedrigem Einkommen gehört: Die Einkommensgrenzen des Mittelstandsprogramms der Stadt beziehen sich nicht nur auf obere Einkommensbegrenzungen, sondern haben auch einen „Fördereinstieg“.
Bei dem Frankfurter Förderprogramm für Senioren ist das Mindesteinkommen im Jahr netto 17.000 Euro , 1.400 Euro im Monat also Bedingung dafür hier eine Wohnung zu bekommen.  Erst dann ist die Person förderwürdig.
Weniger Geld, keine geförderte Wohnung. Es wäre schön, dies bald wiederufen zu können. Leider liegen uns nur diese ernüchternden und sozial ausgrenzenden Informationen vor.
 

 

Wer sich beim Bauherren zum Thema informieren möchte kann dies unter folgenden Rufnummern tun:

Vermietung: 069 / 2608-400 | sc-mitte@abg-fh.de

Eigentumswohnungen: 069/ 2698-881 | www.abh-projekte.de

Mehr auf der Campus Seite ...

 

Material zum Thema: 

Aufstellungsbeschluss Magistrat / 2011

Stellungnahme Zukunft Bockenheim nach Bürgeranhörung