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Stopp dem Verkauf des Grünstreifens!
Areal für bezahlbares Wohnen erhalten!

Das Gelände, das als "ehemaliges Tibethaus" bekannt ist, liegt im alten Ortskern von Bockenheim und ist durch die Kaufunger Straße 4 und die Friesengasse 13 begrenzt. Das Areal umfasst circa 850 qm und zeichnet sich durch eine vielfältige Bebauung aus. Zwischen einzelnen Gebäuden ist viel gepflegtes Grün vorhanden.

Die Gebäude sind in gutem Zustand. Das Tibet Institut hat das Gelände erst vor wenigen Monaten verlassen, um sein neues Domizil auf dem Campus Bockenheim in eine der Professorenvillen in der Voigt Straße zu beziehen.

Das Gelände „emaliges Tibethaus“ wurde Mitte 2016 für 3,1 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Unter anderem hatte sich auch ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen beworben, das das die Bauten weitgehend so belassen bzw. möglicherweise behutsam erweitern wollte.

Auch der Liegenschaftsfond der Stadt Frankfurt fasste eine Prüfung des Geländes für Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens ins Auge.

Ende 2016 kam dann die Information, das Gelände sei an einen privaten Investor RHHG Projektentwicklungs GmbH & Co. KG verkauft.

Nun stellte vor einigen Wochen das Liegenschaftsdezernat einen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung, einem dem Gelände an der Kaufunger Straße 4 vorgeschalteten Grünstreifen zu verkaufen, um dem Investor den Bau bis zur Fluchtlinie bis 5-geschossig zu ermöglichen. Mit dem 197m² großen Teil des Grünstreifens an der Kaufunger Straße für 453.100 € soll dessen Wusch nachgegangen werden, diese drei Flächen zu vereinen, den bisherigen Bestand abzureißen und ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage zu errichten.

Auf der Ortsbeiratssitzung im September führte die anwesende Investorengruppe RHHG Projektentwicklungs GmbH & Co. KG (zu der auch das Bauunternehmen Jöst gehört) aus, das geplant ist 2 mehrgeschossigen Häuser zu bauen, in denen Eigentumswohnungen zum Kauf angeboten werden sollen. Ebenso teilten sie mit, dass sie kein Interesse an gefördertem Wohnungsbau haben und zudem die Stadt sie nicht in diesem Sinne aufgefordert hätte. Gleichwohl seien sie bereits seit zwei Jahren in Gesprächen mit der Stadt Frankfurt, die sie sehr ermutigt hätten in ihren Plänen. Auch der Grünstreifen sei so gut wie zugesagt.

Diese Pläne würden eine negative Veränderung des alten Ortskerns des Stadtteils zur Folge haben. Ausser den Verwertungsinteressen einer einer Investorengruppe nützen sie niemandem etwas, bzw. schaden der Stadtteilentwicklung und verstoßen gegen Geist und Inhalt der Milieu- und Erhaltungssatzungen.

https://www.openpetition.de/petition/online/ehemaliges-tibethaus-bockenheim-verkauf-der-gruenflaeche-stoppen-erhaltung-des-bestandes